2019/09-10: Mißgeschicke während unseres Roadtrips über die kroatischen Inseln Pag, Dugi Otok, Losinj und Cres

Neben dem schönen Urlaub und der Freude am Unimog gab es natürlich auch einige wenige Mißgeschicke, die passiert sind.

Mißgeschick #1: Das Lagerfeuer

Wie wir leider feststellen mussten ist es keine gute Idee, am Strand ein kleines Feuer zu machen. Klar, es wärmt neben einem guten Glas Rotwein die Seele, lässt einen runterkommen und den Tag gut ausklingen.

Aus diesem Grund haben wir mit unseren neugewonnenen schweizer Freunden Sarah und Patrick aus dem Tessin ein kleines Feuer in sicherem Abstand zum brennbaren Gestrüpp gemacht.

Die ursprüngliche Idee war dann auch darauf zu grillen, sobald sich eine schöne Glut ergeben hat.

Zu dem Erfolgserlebnis kam es leider jedoch nicht – nach ca. 30 Minuten kam ein Feuerwehrmann mit seinem Jeep. Sehr freundlich aber bestimmend bat er uns, dass Feuer umgehend zu löschen. Er sagte das mit einer derartigen Eindringlichkeit, dass ich sofort den Plan verwarf, mit ihm darüber zu diskutieren.

Er war allerdings so nett und fragte in der Leitstelle nach, ob die Polizei auch bereits informiert und auf dem Weg sei. Und… ja, sie war es bereits.

Ein sehr junger Polizist und seine Kollegin kamen ca. 15 Minuten später an. Er, ein wenig übermotiviert in meinen Augen, forderte uns auch sofort auf, alles zusammen zu packen und den Platz zu verlassen.

Nachdem wir und seine Kollegin ihn dann überzeugt hatten, dass bei Dunkelheit alles einzupacken eher suboptimal ist und wir ein 3,5 Jahre alte Tochter haben, die bereits schlief, verwarf er seinen Plan.

Seinen Unmut drückte er dann mit Hilfe eines Strafzettels aus, der derzent überteuert war. Also wieder Diskussion und zu guter Letzt einigten wir uns auf 240 Kuna, die wir dann noch durch 2 teilten.

Alles in Allem war es trotzdem ein schöner Abend, ein toller Platz und wir hatten ein paar schöne Tage dort.

Mißgeschick #2: Ein bisschen Offroad fahren auf Olib oder Inselhopping einmal anders

Dugi Otok haben wir in vollen Zügen genossen und entschieden uns, auf dem Weg nach Losinj/Cres noch einen Abstecher nach Olib zu machen. Diese Insel lag sowieso auf dem Weg der Fährverbindung und auf Google Earth und Gaia sah alles nach Offroad und wenig Zivilisation aus.

Soweit die Theorie.

Wir nahmen um 09.00 Uhr morgens die Fähre von Zadar in Richtung Losinj/Cres. Der nächste Stop war Olib. Wir freuten uns unglaublich darauf.

Ich ignorierte das verwunderte Gesicht des Verkäufers beim Ticketkauf für den Unimog ebenso, wie die Fragezeichen in den Augen der Deutschen T4-Fahrer, die wir während der Überfahrt kennenlernten.

Olib näherte sich, wir runter ins Auto mit Kind und Hund und nach dem Anlegen raus aus der Fähre. Erstes Hindernis war eine Lichterkette, die quer über die Straße in Höhe meiner Frontscheibe hing, ca. 30 Meter entfernt von der Fähre.

Ok, dann halt anders. Wir drehten um und versuchten einen anderen Weg raus dem Hafenstädtchen. Nach 50 Meter war auch hier Schluss. Also wieder zurück zur Lichterkette.

Beim Versuch, diese anzuheben und drunter durch zu fahren kam ein Polizist herbeigeeilt. Positiv in die Zukunft schauend dachte ich mir, super, der hilft bestimmt. Er sah das leider anders und erklärte mir, dass ganz Olib nur mit kleinen Buggys oder Mountainbikes befahrbar sei, nicht aber mit einem normalen Auto geschweige denn mit unserem Unimog.

So kann man(n) sich täuschen.

Also nochmal ein Ticket gekauft, schnellstens zurück zur Fähre – diese wollte bereits ablegen und die Nächste kam erst 6 Stunden später – und den Kapitän bekniet, wieder drauf zu dürfen.

Er nahm uns mit. Einziges Problem war nur, dass wir ab jetzt  ganz vorne in der Fähre standen und bei jedem Hafen raus mussten, um Lieferanten und Fahrgäste rauszulassen.

Die Deutschen, die wir zuvor kennen gelernt hatten begrüßten uns mit einem ziemlichen Grinsen im Gesicht. Ich nahm das als freundliche Einladung für eine Unterhaltung auf. Er erzählte mir dann, dass er das bereits wusste aber dachte, wir würden eine Radltour auf Olib machen und „nur“ im Unimog schlafen.

Unser Inselhopping hat er per Fotos festgehalten, die er mir dann freundlicherweise zuschickt hat mit den Worten: Das war wohl der erste Unimog auf Olib.

Die Fähre hatte dann im Zielhafen eine Verspätung von mehr als 30 Minuten, was nicht unbedingt zur guten Laune der Passagiere und Besatzung beigetragen hat.

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